Jahresprogramm Ausstellungen 2018

 

 

 

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jah2018fehrMarc-Antoine Fehr

«Renaissance» – Bilder aus den letzten Jahren

24. Februar bis 13. Mai

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Die Ausstellung widmet sich dem Schaffen des Schweizer Künstlers Marc-Antoine Fehr (*1953). Seine altmeisterlich anmutende Malerei, die mit handwerklicher Virtuosität und inhaltlicher Komplexität glänzt, war im Kunstmuseum Olten schon mehrmals zu sehen. Fehrs erste Oltner Einzelausstellung präsentiert nun neuste Werke. Sorgfältig ausgewählte grosse Arbeiten werden eingeflochten in ein durch die Räume mäandrierendes «Fries» von zahlreichen Bildern aus der über viele Jahre entstandenen kleinformatigen Reihe «Vagabondages».

 


jah2018sammlungmalerei«Wie im antiken Theater...»

Figurative Malerei aus der Sammlung

24. Februar bis 13. Mai

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Parallel zur Fehr-Ausstellung zeigen wir Werke der gegenständlichen Malerei aus der Sammlung. Der Titel bezieht sich auf ein Zitat von Roland Barthes zum Wesen der Malerei: «Es handelt sich um einen Schauplatz, wo etwas daherkommt. So muss man das Bild als eine Art Theater nehmen: der Vorhang öffnet sich, wir schauen, wir warten, wir vernehmen, wir verstehen; und ist die Szene vorbei, das Bild verschwunden, dann erinnern wir uns: Wir sind nicht mehr dieselben wie vorher: Wie im antiken Theater sind wir initiiert worden.»

 


jah2018100jahrestreikDas Leben ist kein Ponyhof

Arbeit(en) als Thema in der bildendenKunst

Gruppenausstellung zum 100-Jahr-Jubiläum des Landesstreiks

feat. Historisches Museum Olten & Verein Archiv Olten

3. Juni bis 19. August

Vernissage: Samstag, 2. Juni, 18.30 Uhr

 

Die grosse Sommerausstellung befasst sich mit dem Thema der Arbeit, des Schaffens und des Handwerks. «Das Leben ist kein Ponyhof» nimmt das 100-jährige Jubiläum des Schweizerischen Landesstreiks, der in Olten organisiert wurde, zum Anlass, um über die Beziehungen von Kunst und Arbeit, industrieller Fertigung und Handwerk, Meisterschaft und Scheitern sowie über den Aspekt der Zeit in der zeitgenössischen Kunst nachzudenken und zur Diskussion zu stellen. Die Ausstellung kombiniert Projekte von zeitgenössischen Kunstschaffenden mit Werken aus der Sammlung.

In Kooperation mit dem Historischen Museum Olten, dem Verein «Archiv Olten» und dem Theaterprojekt «1918.CH».

 


jah2018lucieschenkerWeiche Raster

Lucie Schenker, Edit Oderbolz, Reto Pulfer

9. September bis 11. November

Vernissage: Samstag, 8. September, 18.30 Uhr

 

Das Werk Lucie Schenkers (*1943) ist untrennbar mit dem Textilen verbunden. Damit steht es exemplarisch für die Arbeit einer ganzen Generation von Schweizer Kunstschaffenden, die sich mit taktilen Strukturen und Geweben auseinandergesetzt haben. Heute ist wieder ein erstarktes Interesse an der spezifischen Qualität textiler Techniken zu beobachten. Deshalb nutzen wir das Werk der St. Gallerin als Ausgangspunkt für ein Ausstellungsprojekt mit drei Kunstschaffenden unterschiedlicher Generationen. Eine Publikation, die das Projekt kontextualisiert, begleitet das Vorhaben. Mit diesem Konzept möchten wir einen Beitrag zur Entwicklung der zeitgenössischen Kunst leisten und gleichzeitig neue Settings zur Befragung kunstspezifischer Themen erkunden.

 


jah2018frauenbilderNetz Werke

Gerastertes und Verwobenes aus der Sammlung

9. September bis 11. November

Vernissage: Samstag, 8. September, 18.30 Uhr

 

In thematischer Anlehnung an die Hauptausstellung «Lucie Schenker, Edit Oderbolz, Reto Pulfer: weiche Raster» zeigen wir Werke aus der Sammlung, die textile Strukturen und Netz(werk)e prononciert zum Ausdruck bringen – technisch, formal und inhaltlich/metaphorisch. Einer Ästhetik des Gewobenen, Geflochtenen und Vernetzen verpflichtet, zeugen sie vom vergangenen und gegenwärtigen Interesse Kunstschaffender an rasterartigen Ordnungen und Strategien des Verwebens.

 


jah2018ignazepperIgnaz Epper und Otto Morach

Aufbruchstimmung und Zukunftsangst vor 100 Jahren

2. Dezember 2018 bis 17. Februar 2019

Vernissage: Samstag, 1. Dezember, 18.30 Uhr

 

Zwei Hauptvertreter des Schweizer Expressionismus, der St. Galler Ignaz Epper (1892–1869) und der Solothurner Otto Morach (1887–1973), weisen in ihrem Schaffen erstaunliche Parallelen auf. So zählen etwa um 1918/19 entstandenen Werke bis heute zu den eindringlichsten Zeugnissen ihrer Kunst. Die Ausstellung rückt diese Jahre in den Fokus, in denen Morach und Epper existentielle Darstellungen des Kriegs, der Zukunftsangst, aber auch des technischen Fortschritts und des sich dadurch verändernden Stadtbilds thematisierten, und verdeutlicht die Verankerung der beiden Künstler in der damaligen Avantgarde.

 


jah2018ottomorachKunst ins Leben!

Otto Morach als Plakatgestalter

2. Dezember 2018 bis 17. Februar 2019

Vernissage: Samstag, 1. Dezember, 18.30 Uhr

 

Ab 1919 entwickelte Otto Morach als Lehrer an der Kunstgewerbeschule Zürich und als Mitglied beim Schweizerischen Werkbund grosses Interesse für diverse Bereiche der angewandten Kunst, vom Marionettentheater und der Textilkunst über das Wandbild bis hin zum Plakat. Mit ihrer kühnen Perspektive und ihrer grossflächigen Farbigkeit waren Morachs Plakate ihrer Zeit voraus. Am bekanntesten sind seine Arbeiten für die Bremgarten-Dietikon-Bahn, das Taxiunternehmen Welti-Furrer und für den Kurort Davos. Aus dem Nachlasses schöpfend, in dem sich die gedruckten Affichen sowie sämtliche Entwürfe erhalten haben, breitet das Kunstmuseum Olten das Plakatschaffen Morachs erstmals im Überblick aus.

 

 

 

Das ganze Jahr über...

... DIENSTRAUM. Die Filiale des Kunstmuseums im Bahnhof Olten

 


jah2018dienstraumDas Kunstmuseum Olten hat eine FILIALE im BAHNHOF OLTEN: den DIENSTRAUM! Auf dem zentralen Perron 7, wo sich der Eingang zum legendären Bahnhofbuffet befindet, wird einem leerstehenden Dienstraum durch Kunst neues Leben eingehaucht. Auf Einladung der SBB bespielt das Museum den Glaskubus beim Treppenaufgang ab Februar 2018 mit zeitgenössischer Kunst. Die dort gezeigten, teils explizit für diesen Ort geschaffenen Werke nehmen Bezug auf das besondere Flair des Bahnhofs mit seinen ganz eigenen Gesetzmässigkeiten. Auch die Tatsache, dass Oltens Geschichte eng mit der Entstehung des Schweizer Eisenbahnnetzes verbunden ist, wird darin Widerhall finden.

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Kooperationen mit anderen Museen

 


jah2018ottomorachtessinOtto Morach im Tessin / Otto Morach in Ticino

26. März bis 24. Juni

Vernissage: 25. März, 11.30 Uhr

Museo Epper, Ascona

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Die Fondazione Epper stellt den Solothurner Expressionisten Otto Morach (1887–1973) erstmals dem Tessiner Publikum vor. Sie rückt damit einen Künstler in den Fokus, der sich wiederholt in Ascona aufgehalten hat und von der Tessiner Landschaft zu zahlreichen Werken inspiriert wurde. Im Zentrum steht jedoch die frappante inhaltliche und stilistische Verwandtschaft im frühen Schaffen von Morach und Ignaz Epper (1892–1969), in dessen Atelierhaus das Museum untergebracht ist. Beide Künstler lebten 1918/19 im selben Atelierhaus in Zürich. Ihre damaligen Themen spiegeln das Lebensgefühl am Ende des Ersten Weltkriegs. Seiltänzer, Artisten und einsame Kaffeehausbesucher verweisen auf das Prekäre menschlicher Existenz in Krisenzeiten. Erschütterung spricht aus den Portraits und Selbstbildnissen jener Jahre. Ihr Interesse für industriegeprägte (Stadt)Landschaften, für Baustellen, Eisenbahnen oder Brücken- und Tunnelbauten offenbart ein zwiespältiges Verhältnis zu technischen Neuerungen, das zwischen Zukunftsangst und Technikbegeisterung pendelt. –·Bisher hat die Gegenüberstellung von Morach und Epper, zwei der bedeutendsten Vertreter des Schweizer Expressionimus, in der Rezeption kaum Beachtung gefunden. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Kunstmuseum Olten. Im Winter 2018/19 wird der in Ascona lancierte Vergleich in Olten vertieft und kontextualisiert.

 


jah2018100jahressgVon Menschen und Dingen

100 Jahre Schweizerische Graphische Gesellschaft (SGG)

20. August bis 28. Oktober

Vernissage, 19. August, 11.30 Uhr

Kunsthaus Grenchen

 

Die Gesellschaft für Schweizerische Originalgraphik (SGG) wurde 1918 zum Zweck der Förderung zeitgenössischer, vornehmlich schweizerischer Originalgraphik gegründet. Jährlich beauftrag sie ausgewählte Künstlerinnen und Künstler mit der Produktion einer Graphik, die in einer Auflage von 125 Stück gedruckt und allen (vornehmlich institutionellen) Mitgliedern zugestellt wird. Ihr 100-jähriges Jubiläum feiert die SGG mit einer Publikation und Ausstellungen in verschiedenen Mitgliedmuseen. Das auf Druckgraphik spezialisierte Kunsthaus Grenchen ist erst 2016 als Mitglied in die Gesellschaft aufgenommen worden. Deshalb bestückt es seine Jubiläumsausstellung fast vollumfänglich mit Leihgaben aus dem Kunstmuseum Olten, das zu den allerersten Mitgliedern überhaupt gehörte. Wir nutzten diese Kooperation für die Aufarbeitung und konservatorische Sicherung dieses Sammlungsbestandes. Mit Werken von Anton Bruhin, Katharina Fritsch, Alex Hanimann, Christian Marclay, Mai Thu Perret, Rosemarie Trockel u. a.