ausdersturm07

Um den vorherrschenden Naturalismus zu überwinden und die neuen Ideen des Expressionismus, Kubismus und Futurismus durchzusetzen, gründete Walden 1912 einen gleichnamigen Verlag. Nebst seinen eigenen kunsttheoretischen Werken gab er dort Originalgraphik, Kunstdrucke und Postkarten heraus. 1916 gründete er eine «Sturm»-Schule für Bühne, Vortragskunst, Dichtung und Musik. Ein Jahr später schloss er ihr die expressionistische «Sturm»-Bühne und eine Kunstschule an. Als er sich 1918 dem Kommunismus zuwandte, nahmen Dynamik und Weltoffenheit seiner Zeitschrift und der buchverlegerischen Tätigkeit ab. Selber ein künstlerisches und organisatorisches Multitalent, versammelte Walden schon im Gründungsjahr der Zeitschrift zahlreiche Doppelbegabungen um sich. An der 1932 nicht zuletzt wegen finanziellen Schwierigkeiten eingestellten Kulturzeitschrift oder in Ausstellungen haben als schreibende Maler oder malende Dichter u. a. mitgewirkt: Hans (Jean) Arp, Constantin Brancusi, Josef Čapek, Max Ernst, Wassily Kandinsky, Lajos Kassák, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Alfred Kubin, Else Lasker-Schüler, Ludwig Meidner, László Moholy-Nagy, Otto Nebel, Picasso, Hans Richter-Berlin, Lothar Schreyer, Kurt Schwitters, Herwarth Walden, Nell Walden und William Wauer.

 

< I >

ausdersturm08
ausdersturm09