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Gillian White: Tanz in Eisen

Ausstellung vom 26. April - 21. Juni 2009

Vernissage: Samstag, 25. April, 18 Uhr

 

Gillian White gehört zu den wichtigsten Eisenplastikern der Schweiz. Ihr erstes Kunstwerk im öffentlichen Raum schuf sie aber aus Polyester in Olten. Die reliefartige Skulptur „Gewässerschutzplastik“ wurde 1970 direkt an der dem rechten Aareufer folgenden Natursteinmauer angebracht. Von der Bahnhofbrücke und vom gegenüberliegenden stadt-seitigen Ufer aus ist sie gut sichtbar. Am schönsten wirkt sie, wenn sich im Sommer der Schatten der benachbarten Trauerweide über sie legt. Dann verschmelzen die verschiedenen Farbtöne dank der Launen der Natur zu einem zauberhaft schwingenden Ganzen.

Nun präsentiert das Kunstmuseum Olten eine umfangreiche Ausstellung der neueren Arbeiten von Gillian White. Grosse Stahlplastiken, Bildreliefs und ihre poetischen Kleinplastiken geben einen gültigen Einblick in ihr Schaffen. Gillian White verbindet in ihren Werken Themen wie Tanz und Wasser mit strengen, konstruktiven Formen. Dynamische Strukturen, Reihungen und oft auch farbige Fassungen prägen die plastischen Arbeiten, die trotz ihrer Grösse und des verwendeten Materials oft filigran und tänzerisch wirken. Für unser Haus hat Gillian White eine ortsspezifische, mehrteilige Plastik geschaffen. „Piercing“ durchdringt die Hülle des Kunstmuseums, verbindet Innen- und Aussenraum. Das passt zum Werk der Künstlerin, die zahlreiche, monumentale Stahlplastiken und «Kunst am Bau»-Projekte realisiert hat. Eine Monografie im Verlag Scheidegger & Spiess, die zur Ausstellung erscheint, dokumentiert umfassend das vielfältige Werk der letzten 40 Jahre.

 

 

Biografischer Auszug

 

Gillian White wurde 1939 in Orpington, Kent (GB), geboren. Als junges Mädchen besuchte sie eine Ballettschule, musste ihre Tanzausbildung aber mit 15 Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Stattdessen entschied sie sich für ein Kunststudium an der St Martin’s School of Art in London. Dort nahm sie 1956–1960 u.a. am Unterricht von Anthony Caro und Elizabeth Frink teil. Kurzzeitig wurde sie ausserdem an der Londoner Central School of Arts and Crafts von William Turnbull und an der Salzburger Sommerakademie von Oskar Kokoschka unterrichtet. Gillian White ging 1960 nach Paris, wo sie bei Ossip Zadkine an der École Nationale des Beaux-Arts studierte und an Grossplastiken im Atelier François Stahly mitarbeitete. In Paris lernte sie den Bildhauer Albert Siegenthaler kennen, den sie 1962 heiratete. Das Paar zog erst nach London, bekam zwei Kinder und siedelte dann 1966 dauerhaft in die Schweiz über. Dort entwickelte Gillian White ihr Werk bis heute weiter. Sie erhielt namhafte Auszeichnungen und nahm an zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen teil. Sie lebt und arbeitet in Leibstadt/AG.

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