6. Februar bis 25. April 2010

> medieninformationen

Vernissage: Freitag, 5. Februar 2010, 18 Uhr

 

Das Kunstmuseum Olten engagiert sich für das erdbebengeschädigte Haiti. Aus aktuellem Anlass richtet es eine kleine Ausstellung mit Werken aus der einzigartigen Sammlung des Ehepaars Marlyse und Heinrich Thommen ein. Ihr persönlicher Einsatz für den Inselstaat und ihre profunde Kenntnis der lokalen Gegebenheiten und der Kunstproduktion gehen auf die Jahre 1995 bis 2001 zurück, in denen sie in Haiti in der Entwicklungshilfe tätig waren.

 

Die kleine Schau, die neben Kunst und Kunsthandwerk auch einen Abriss zur Geschichte Haitis präsentiert, will Solidarität mit dem gebeutelten Land zum Ausdruck bringen ohne Katastrophenbilder zu zeigen. Vielmehr sollen Gemälde, Objekte und Fotos den Betrachterinnen und Betrachtern einen Eindruck von der Lebensfreude und Kreativität der haitianischen Bevölkerung vermitteln. Fotos dokumentieren den grossen Stellenwert des Kunsthandwerks und seine Verankerung im Alltag. Die farbenfrohen Gemälde halten historische Ereignisse und Stimmungen fest, die zwischen 1803 und 2001 zu verorten sind. In verschiedenen Kunstsprachen führen sie uns die für den Westen beschämende Geschichte des Landes vor Augen. Um über das Erdbeben hinaus auf die historisch begründete Armut Haitis hinzuweisen, die durch den Druck der Grossmächte stetig gewachsen ist, zeigen wir eine Aufzeichnung der Sendung «Sternstunde» des Schweizer Fernsehens SF vom 24. Januar 2010. Im Gespräch gehen der deutsche Autor Hans Christoph Buch und Roger de Weck auf die Geschichte des Landes ein.

 

< I >

HAITI – Land in Leid, mit Lebenskraft

aushaiti01
aushaiti02