Oliver Lang – Commonplace

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6. Februar bis 25. April 2010

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Vernissage: Freitag, 5. Februar 2010, 18 Uhr

 

Oliver Lang gestaltet fotografische Bilder, in denen die technisch perfekte, kühl-sachliche Darstellung von an sich unattraktiven Zivilisationslandschaften die Frage aufwirft, ob es nicht noch etwas anderes, unsichtbares gibt hinter der sichtbaren Banalität unseres Lebensraumes. Dass aber keineswegs Häme, sondern gestalterische Neugier die Abbildungen motiviert, wird unter anderem dadurch ersichtlich, dass Lang die von ihm untersuchten Situationen sorgfältig ins jeweils beste Licht rückt. Er zeigt einerseits amerikanische und europäische Stadtränder, im Entstehen begriffene Siedlungen, sowohl desolat als auch hoffnungsvoll, und andererseits Landschaften, in denen genormte Freizeit stattfinden kann und soll.

Oliver Lang ist als Künstler mit einer Fachkamera der Marke Linhof unterwegs. Die im klassischen Analogverfahren hergestellten Aufnahmen präsentieren sich unmanipuliert als grossformatige, auf Aluminium aufgezogene C-Prints. In unserer Ausstellung im ersten Stock des Kunstmuseums sind rund fünfundzwanzig zwischen 2000 und 2005 entstandene Bildwerke aus den Serien «Commonplace», «Weekend» und «Landscapes» zu sehen.

«Common Place, Commonplace, Common-Places», so des Künstlers Titelvorschlag, meint das Banale, Alltägliche, den Gemeinplatz, an dem nichts überrascht. Der Begriff hat einerseits die Bedeutung von ‹abgedroschen›, ‹klischiert›, ‹gewöhnlich›, ‹geläufig› oder ‹Gemeinplatz›, und meint aber auch ‹öffentlicher, allgemeiner Platz› – denn ‹Common Place› sei gleichbedeutend mit der älteren Bezeichnung ‹Allmend›, sagt der Künstler.

 

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