17. Februar bis 5. Mai 2013

Vernissage: Samstag, 16. Februar 2013, 18.30 Uhr

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Das Künstlerduo Michael Meier & Christoph Franz (*1980/*1982) beschäftigt sich mit modellhaften Re-Konstruktionen der Wirklichkeit eines bestimmten Ortes. Sie betreiben eine Archäologie der Gegenwart und untersuchen – analog zu Barthes’ «Punktum» beim Betrachten einer analogen Fotografie – jenen Moment in unserer Wahrnehmung, in dem sich Vergangenheit, Jetzt und Zukunft ineinanderfalten und sich jede klare Vorstellung linearer Geschichte auflöst. So zeigten die beiden zwischen Ausfallstrassen in Zürich West eine mit Brettern vernagelte Tankstelle, liessen ein zerstörtes Kino als Ruine wieder auferstehen oder machten einen Theaterraum in der Peripherie zu einem Palast.

 

Auch für ihre erste grosse Einzelausstellung im Kunstmuseum Olten greifen sie hiesige Geschichten auf – sie erzählen etwa von der Vergangenheit des Museums als Geschäftshaus – und modifizieren, erweitern und verschieben die Perspektiven in ihrem Sinne. Durch die Verwischung der Grenzen von Realität, Fiktion und Traum, durch das Spiel mit dem Vertrauten und Fremden und mit Hilfe von Zitaten, Anspielungen und Referenzen schaffen sie in den Museumsräumen ein schillerndes Gedanken-experiment, das unsere fest gefügten Wahrnehmungsweisen hintertreibt.

 

Kuratiert von Dorothee Messmer

 

Publikation

Zur Ausstellung erscheint die Publikation «Aufmachen? Aufmachen!»

mit Texten von Dorothee Messmer und Katja Szymczak

broschiert, ca. 60 S., zahlreiche Farbabbildungen

 

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Aufmachen? Aufmachen! – Michael Meier & Christoph Franz

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