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Mirko Baselgia - «The pattern which connects.»

 

26. Oktober 2014 bis 11. Januar 2015

Vernissage: Samstag, 25. Oktober 2014, 18.30 Uhr

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Der Bündner Künstler Mirko Baselgia (*1982) gehört zu den herausragenden Positionen der jungen Schweizer Kunstszene. Kennzeichnend für sein Schaffen ist die wissenschaftliche Akribie, mit der er Kriterien und Fragen nachspürt, die unser Dasein strukturieren; Fragen nach Leben und Struktur, nach Freiheit und Besitz, nach Handeln und Denken. Sie führen ihn zu einer alle Sinne anregenden Formensprache und einer dank sorgfältiger Verarbeitung bestechenden Materialisierung und Qualität.

 

Baselgias bisher grösstes Projekt kombiniert neue, für die Ausstellung geschaffene Werke mit Arbeiten der letzten drei Jahre. Erstmals überhaupt werden Zeichnungen präsentiert. Der Titel akzentuiert, in Anlehnung an den Text Mind And Nature. A necessary unity des Anthropologen Gregory Bateson, dass die Schau eine zusammenhängende Inszenierung, eine Ordnung der Dinge zeigt. Baselgia beschäftigen die Werte und Gesetzmässigkeiten der Zivilisation, das gebrochene Verhältnis von Mensch und Natur sowie der Verlust der Ausgewogenheit.

 

So zieht der Künstler in Restructuraziun das Publikum direkt als umstrukturierendes Element in seine Installation mit ein: Die Überquerung eines Bodenmusters verändert eine vermeintliche Ordnung und führt zwingend zurück in natürlichere Formen. Beengend wirkt die Nachbildung eines Wolfgeheges aus dem Belgrader Zoo, welche die zerstörerische Kraft von Formgebung unmittelbar erlebbar macht. Mut beweist Baselgia mit Banca rotta, einer Veranschaulichung der Schuldenlast des Künstlers. Sie spiegelt, volatilen Schwankungen unterworfen, die gestalterische Macht des Geldes auf Baselgias Lebens und Arbeitssituation.

 

Die Ausstellung markiert nämlich auch einen Wendepunkt in seinem Schaffen: Nach einer rasanten Karriere mit zahlreichen Preisen und Ausstellungen kehrte er unlängst in seine Heimat Lantsch/Lenz zurück, hielt Rückschau und überdachte seine immer aufwändigere Arbeitsweise. Alte Strukturen mussten abgelegt und Weichen neu gestellt werden - Themen, die nicht nur für den Künstler, sondern auch für das Kunstmuseum Olten derzeit im Zentrum.

 

Parallel zu dieser Ausstellung zeigen wir eine neue Sammlungspräsentation, die sich auf die Themen Baselgias Bezug nimmt.

 

 

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