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Rudy Decelière

Tant d’attente en si peu de temps

 

11. September bis 6. November 2016

Vernissage: Samstag, 10. September, 18.30 Uhr

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Rudy Decelière (*1979) verführt die Betrachtenden mit seinen Installationen durch Ton-Erlebnisse aus der Welt der Natur zu ganz neuen Erfahrungen. Man müsse nur hinhören, jedes Ding, jedes Blatt, jedes Gras mache ein Geräusch, erzeuge einen Ton, sagt der Künstler. La vie sonore oder die Klangwelt sei eine sich stets erneuernde Komposition.

 

In diesem Kosmos sieht sich der Genfer Künstler als Facteur, als Ingenieur-Compositeur. Für seine Arbeiten verbindet er Geräusche aus der Pflanzenwelt mit mechanischen aus dem Alltag. Die Summe der einzelnen Elemente erzeugt eine Harmonie, auf die wiederum alle Elemente Einfluss ausüben. Jedes Blatt, das sich im Wind wiegt, jeder Gegenstand, der sich im Raum befindet, selbst der Betrachtende verändert durch seine Anwesenheit den Ton und wird so mit Teil des Kunstwerks.

 

Nach zahlreichen Teilnahmen an Festivals sowie Einzel- und Gruppenausstellungen ist Rudy Decelière nun eingeladen, für das Kunstmuseum Olten eine grosse Gesamtschau einzurichten. «tant d’attente en si peu de temps» kombiniert frühere Arbeiten mit Werken, die neu für Olten geschaffen werden. Sie erfahren durch die momentane Situation des Gebäudes eine besondere Wirkung. Denn die Institution befindet sich in den Räumen eines ehemaligen Gewerbehauses in der Altstadt

und wartet seit langem auf eine geplante Erneuerung: Rudy Decelière kreiert eine Abfolge besonderer Raumerlebnisse, wobei die Bausubstanz des Museums nicht verschont bleiben wird.

  
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