DIENSTRAUM #01 – CHRISTIAN ROTHACHER

 

Dezember 2017 bis März 2018

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Das Kunstmuseum Olten hat seit Dezember 2017 eine FILIALE im BAHNHOF OLTEN: den DIENSTRAUM! Auf dem zentralen Perron 7, wo sich der Eingang zum legendären Bahnhofbuffet befindet, wird einem leerstehenden Dienstraum durch Kunst neues Leben eingehaucht. Auf Einladung der SBB bespielt das Museum den Glaskubus beim Treppenaufgang ab Februar 2018 mit zeitgenössischer Kunst. Die dort gezeigten, teils explizit für diesen Ort geschaffenen Werke nehmen Bezug auf das besondere Flair des Bahnhofs mit seinen ganz eigenen Gesetzmässigkeiten. Auch die Tatsache, dass Oltens Geschichte eng mit der Entstehung des Schweizer Eisenbahnnetzes verbunden ist, wird darin Widerhall finden.

 

 

 


ausdienstraum1CHRISTIAN ROTHACHER (1944–2007)

Paris Est – départ 19.22 h, 1981

Neonröhre, Dimmer, Plexiglasrohr, Siebdruck auf Klebefolie

Kunstmuseums Olten, Inv. 2006.18

 

Christian Rothacher war zunächst als Schuhcreateur bei Bally in Schönenwerd tätig, bevor er in Zürich Bildende Kunst studierte. Von 1967 bis 1975 gehörte er zur legendären Ateliergemeinschaft Ziegelrain in Aarau. Ausgehend von der Pop Art schuf er später in der Manier der Arte Povera Kunstwerke aus «kunstfremden» Materialien wie Ästen, Fellen oder Schnüren. Oft verfremdete er Utensilien, die sich im Atelier eines Künstlers befinden, etwa Palette, Pinsel und Bleistift, und stellte damit grundlegende Fragen zum Künstlerdasein. Ist Kunst autonom? Wieweit berührt Kunst das tägliche Leben? Und berührt Kunst mich? Auch das vorliegende Werk ist aus einem alltäglichen Gebrauchsobjekt gefertigt, einer Neonröhre. Sie wird mittels einer bedruckten Folie kurzerhand in einen Nachtzug verwandelt, der nach Zwischenstopps in verschiedenen Kunstmuseen nun erstmals im Bahnhof Olten Halt macht.

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