Heute beherbergt das Kunstmuseum Olten, das in Erinnerung an seine Anfänge noch bis 1964 Martin-Disteli-Museum hiess, eine Sammlung von Schweizer Kunst von überregionaler Bedeutung. Neben überraschenden und qualitätsvollen Arbeiten von weniger bekannten KünstlerInnen umfasst sie hochkarätige Werke von VertreterInnen der Avantgarden des 19. und 20. Jhs.: Hans Arp, Alice Bailly, Giovanni Giacometti, Otto Morach, Max von Moos, Meret Oppenheim, Théophile Robert, Louis Soutter, Niklaus Stoecklin, Sophie Taeuber-Arp, Varlin, Felix Vallotton u.a. Daneben sind mit Samuel Buri, Martin Disler, Marc-Antoine Fehr, Flavio Paolucci, Christian Rothacher oder Fischli/Weiss auch prominente Beispiele des zeitgenössischen Kunstschaffens vertreten. Als lokale Besonderheit kommt der Künstlergruppe, die der Oltner Szene in den 1970er- und 1980er-Jahren nationale Beachtung verschaffte, besondere Bedeutung zu. Dazu gehören u.a. Agnes Barmettler, Jörg Binz, Bruno Cerf, Ronny Geisser, Adelheid und Urs Hanselmann, Hans Küchler, Jörg Mollet, Jos Nünlist, Marcel Peltier und Franz Anatol Wyss. Die Starlets der Sammlung, allen voran Ferdinand Hodlers «Mönch» und Cuno Amiets Triptychon «Die Hoffnung», führen als Botschafter für Olten ein Jet-Set-Dasein im internationalen Ausstellungs-betrieb. In Bezugnahme auf den historischen Kernbestand des Hauses bilden bis heute insbesondere gegen-ständliche Positionen von gesellschaftlicher Relevanz einen Sammlungsschwerpunkt. Einen besonderen Stellenwert geniesst die Pflege von Martin Distelis Erbe: Im Disteli-Kabinett, einem eigentlichen «Museum im Museum», wird sein facettenreiches Schaffen in wechselnden Präsentationen gewürdigt, ein Studienraum lädt zur Beschäftigung mit Leben, Werk und Rezeptionsgeschichte dieser eigenwilligen Künstlerpersönlichkeit ein.

 

< I >

mussammlung2sw