DIENSTRAUM #04 – LUCIE SCHENKER

 

1. Dezember 2018 bis 17. Februar 2019

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ausdienstraum04Lucie Schenker (*1943)

 

En rose, 2003

Polyethylen, geschweisst, Montagefäden

courtesy the artist

 

Skript, 2002

Acrylglasstab, gebogen

courtesy the artist

 

Das Werk von Lucie Schenker ist untrennbar mit dem Textilen verbunden. Charakteristisch für ihre vornehmlich skulpturale Sprache ist der Gebrauch von taktilen «Stoffen» – von leichten Textilien über Plexiglas, Plastikfolie und Draht bis hin zu Eisenstäben –, welche die Künstlerin zu gewobenen oder gestrickten Strukturen von eindrücklicher Materialiät verarbeitet.

Die gelernte Textilentwerferin hat schon immer mit verschiedenen Materialien gearbeitet. Von Metall – Eisen und Stahl – hart und schwer – über Plexiglas und Plastikfolie bis hin zu sehr unterschiedlichen, federleichten Textilien. Dabei zieht sich der Wunsch, einen Körper zu schaffen, der vom Licht durchdrungen wird, wie ein roter Faden durch ihr über 40-jähriges Schaffen.

Die so entstandenen Skulpturen und Installationen wirken oft wie in Auflösung begriffen oder aufgebrochen, was durchaus beabsichtigt ist. Zwischenräume sind wesentliche Komponenten ihrer Arbeit, die Linie ist das zentrale formale Mittel. Denn das durchscheinende Licht, das den dichten, oft schweren Werkstoffen grösstmögliche Transparenz und Leichtigkeit verleiht, ist ein zentrales Anliegen von Schenkers Kunst.

Aber auch die umgebende Architektur des ehemaligen Dienstraums wird durch die sparsame Intervention in Szene gesetzt. Harte und weiche, runde und eckige Formen treffen aufeinander. Decke, Wand und Boden verbindendend, füllen sie den Raum mit neuen Inhalten und machen ihn zum Gefäss von Anspielungen und Ideen.

 

Weitere Informationen:

 

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Auf Einladung der SBB bespielt das Kunstmuseum Olten einen ehemaligen Dienst-raum auf dem zentralen Gleis 7 des Oltner Bahnhofs mit zeitgenössischer Kunst. Die im rundum einsichtigen Glaskubus ausgestellten Werke nehmen Bezug auf das besondere Flair des Bahnhofs. Mitten im Pendlerstrom entsteht so ein Ort für Entdeckungen und Überrasch-ungen, der zum Nachdenken und Schmunzeln, zum Innehalten und Staunen anregen will.

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