Harry Benson:·Seeing America

Fotoausstellung im Rahmen des IPFO

International Photo Festival Olten

 

28. August bis 8. September 2019 (Ausstellung)

28.–31. August 2019 (IPFO)

Opening: Mi, 28. August, 20 Uhr

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Die retrospektive Ausstellung «Seeing America» zeigt eine repräsentative Auswahl von Bildern aus dem Lebenswerk von Harry Benson (*1929), dem Altmeister des amerikanischen Fotojournalismus. 1964 kam der damals 35-jährige Schotte mit den Beatles in die USA und blieb. Seither hat er die Geschicke des Landes in eindringlichen Bildern dokumentiert.

 

Die Galerie seiner Porträts liest sich wie ein «who is who» der US-Politik und der Welt der Stars und Sterne: Die Präsidenten seit Eisenhower hatte er ebenso alle vor der Linse wie die Celebrities, von James Brown über Andy Warhol oder Jack Nicholson bis hin zu Oprah Winfrey. Besonders in den 1960er- und 1970er-Jahren galt sein Interesse auch gesellschaftlichen Konflikten wie der Civil Rights Bewegung, den Anti-Vietnam-Protesten oder dem Watergate-Skandal.

 

Bensons Bilder, die in zahlenreichen Magazinen und Büchern publiziert und vielfach ausgezeichnet wurden, fangen die signifikanten Momente der amerikanischen Politik ein und dokumentieren die US Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte der letzten 50 Jahre. Sie lassen erahnen, warum Amerika heute ist, wie es ist.

 

Die Ausstellung wurde 2016 von Fiona McDougall, Scottish Parliament Exhibitions Manager & Art Curator, für das Schottische Parlamentsgebäude in Edinburgh zusammengestellt.

 

Kuratorin: Katja Herlach

 

Harry Benson wurde 1929 im schottischen Glasgow geboren. Seine ersten Erfahrungen als Fotojournalist sammelte er beim Hamilton Advertiser, der grössten Schottischen Tageszeitung. Ab 1956 war er für den Londoner Daily Sketch für Schottland zuständig und wechselte zwei Jahre später zum Daily Express in London, der ihn 1964 mit den Beatles in die USA schickte. Dort liess er sich nieder und begann 1967 für LIFE zu arbeiten, zu deren wichtigsten Fotografen er avancierte. Im Verlauf seiner Karriere war Harry Benson für unzählige Magezine tätig, u.a. Vanity Fair, French Vogue, Paris Match, Forbes, Time, Quest, Fortune, Architectural Digest, New York Magazine, Newsweek etc. Seinem Schaffen sind bereits über 40 Einzelausstellungen und 16 Bücher gewidmet worden. 2009 wurde ihm für seine Verdienste um die Fotografie von Königin Elizabeth II der Titel Commander of the British Empire verliehen und 2017 erhielt er den Lifetime Achievement Award des International Center of Photographiy in New York. Er ist Ehrendoktor der Glasgow University & Glasgow School of Art, der St. Andrews University und der Glasgow Caledonian University. Sein Werk hat u.a. Eingang gefunden in die Sammlungen der Smithsonian National Portrait Gallery in Wahington D. C. und der National Portrait Gallery in Edinburgh.

 

 

Gezeigt wird die Ausstellung in Olten im Rahmen des International Photo Festival Olten (IPFO).

 

Zum zweiten Mal versammelt sich vom 28. bis 31. August 2019 die internationale Elite der Fotografie in Olten, um dem Publikum einmalige Einblicke in ihr Schaffen zu gewähren. Zu den hochkarätigen Gastrednern gehören dieses Jahr unter anderem die amerikanische Fotografin und Pulitzer-Preisträgerin Lynsey Addario, deren Leben von Steven Spielberg verfilmt wird, sowie der Schotte Harry Benson, dessen Fotografien längst zu den berühmtesten überhaupt gehören, und die in einer Sonderausstellung im Kunstmuseum ausgestellt werden. Weiteres Highlight des Festivals ist die World Press Photo Exhibition «Iconic Images», welche in einer einmaligen Ausstellung eine Auswahl der eindrucksvollsten Pressebilder der vergangenen Jahre präsentiert.

 

Ende August wird Olten wieder zum Foto-Mekka. Auf Einladung des Oltner Fotografen Marco Grob versammelt sich zum zweiten Mal nach 2017 das Who is Who der internationalen Fotografie an der Aare. National Geographic-Abenteurer und Fotograf Cory Richards wird ebenso vor Ort sein wie Pulitzer-Preisträger Nick Ut, der weltbekannte amerikanische Portraitfotograf Dan Winters und Susan White, die 25 Jahre Fotochefin der amerikanischen Vanity Fair war.

 

Das IPFO ermöglicht ein Eintauchen in die faszinierende Welt der Fotografie. Dabei steht aber nicht – wie sonst meist – das fotografische Werk im Mittelpunkt, sondern der Fotograf oder die Fotografin selbst. Das IPFO schafft die Möglichkeit, die Menschen hinter der Kamera persönlich kennenzulernen, über ihre Tätigkeit und von ihrem Antrieb zu erfahren, und vor allem die packenden Geschichten hinter den Werken zu hören. «Das Ziel des International Photo Festival Olten ist es nicht, gute Fotografen zu präsentieren. Wir wollen Künstler zeigen, deren Stil ganze Generationen von Fotografen beeinflusst hat», sagt Marco Grob, der das IPFO mit ins Leben gerufen hat. Deshalb bilden die Workshops, Seminare und Portfolio-Reviews den Kern des Festivals. Ein Zelt auf der Kirchgasse und ein vielfältiges Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm bieten Gelegenheit zum Austausch.

Das gesamte Line-up und das Programm finden Sie unter ipfo.ch.

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