Jahresprogramm Ausstellungen 2019

 

 

 

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jah2018fehrIgnaz Epper und Otto Morach

Aufbruchstimmung und Zukunftsangst vor 100 Jahren

bis 17. Februar

 

Mit dem St. Galler Ignaz Epper (1892–1969) und dem Solothurner Otto Morach (1887–1973) rückt die in Kooperation mit der Fondazione Ignaz e Mischa Epper in Ascona erarbeitete Ausstellung zwei Hauptvertreter des Schweizer Expressionismus ins Licht, deren Schaffen bisher nie in einer direkten Gegenüberstellung gezeigt worden ist. Im Jahrzehnt nach 1913, ihrer Hauptschaffensphase, haben sich beide auf unterschiedliche Weise mit zentralen Fragen ihrer Zeit beschäftigt: Neben der Stadt als Brennpunkt modernen Lebens und der von der Industrialisierung befeuerten Dynamik stehen Krieg, Gewalt und menschliches Elend, aber auch die Suche nach Licht und alternativen Lebensentwürfen im Fokus ihres Interesses.

 

 

 

 

 

 


jah2018sammlungmalereiKunst ins Leben!

Otto Morach als Plakatgestalter

bis 17. Februar

 

Ab 1919 entwickelte Otto Morach als Lehrer an der Kunstgewerbeschule Zürich und als Mitglied beim Schweizerischen Werkbund grosses Interesse für diverse Bereiche der angewandten Kunst, vom Marionettentheater über die Textilkunst und das Wandbild bis hin zum Werbeplakat. Mit ihrer kühnen Perspektive und ihrer grossflächigen Farbigkeit waren Morachs Plakate ihrer Zeit voraus. Am bekanntesten sind seine Arbeiten für die Firma Bally, die Bremgarten-Dietikon-Bahn, das Taxiunternehmen Welti-Furrer und für den Kurort Davos. Aus dem Nachlass schöpfend, in dem sich die gedruckten Affichen sowie sämtliche Entwürfe erhalten haben, breitet das Kunstmuseum Olten das Plakatschaffen Morachs erstmals im Überblick aus.

 


jah2018100jahrestreikLinck. Reloaded

Margrit Lincks künstlerisches Werk im Dialog mit Arbeiten von

Selina Baumann, Karin Lehmann und Irene Schubiger

10. März bis 12. Mai

Vernissage: Samstag, 9. März, 18.30 Uhr

 

Der Name Margrit Linck (1897–1983) ist bis heute untrennbar mit ihrer handwerklich präzisen und von ästhetischer Zeitlosigkeit geprägten Gebrauchskeramik verknüpft. Diese ist bei Sammler*innen begehrt und zählt zum Besten, was in der Schweiz in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hervorgebracht wurde. Weit weniger bekannt sind jedoch die aus demselben Material gefertigten Plastiken der Bernerin. Mit unserer Ausstellung rücken wir nun ihr freies künstlerisches Schaffen in den Fokus und laden drei Künstlerinnen ein, mit ihren eigenen Arbeiten in einen Dialog mit Lincks Werken zu treten. Denn Selina Baumann (*1988), Karin Lehmann (*1981) und Irene Schubiger (*1948) setzen sich je auf ganz eigene Art mit den Rahmen-bedingungen und spezifischen Eigenschaften der Keramik auseinander und sind in unterschiedlicher Weise mit dem Schaffen der «Grande Dame» vertraut. Dieses wir in der Gegenüberstellung einer Neubefragung unterzogen und auf seine Aktualität hin untersucht. Schliesslich möchte das Projekt auch einen Beitrag zur Reflexion der Beziehung von Kunst und Handwerk im 20. und 21. Jahrhundert leisten.

 

Hinweis:

im gleichen Zeitraum zeigen zwei Galerien Arbeiten von Margrit Linck:

Margrit Linck – Skulpturen, Galerie annex 14,

Zürich, 16.2.–30.3.2019

Zwei Schweizerinnen. Margrit Linck, Hedi Mertens , Galerie Dominik Müller, Basel, 9.3.–27.4.2019

 


jah2018lucieschenkerbilden. formen. modellieren

Werke aus der Sammlung

10. März bis 12. Mai

Vernissage: Samstag, 9. März, 18.30 Uhr

 

Mit einer thematischen Sammlungspräsentation nehmen wir Bezug auf die Hauptausstellung und eröffnen damit einen zeitlich und inhaltlich erweiterten Echoraum. Auf diese Weise können Fragen der Formgebung, Fragen zu spezifischen Materialeigenschaften oder Fragen nach der Beziehung von Körper und Raum diskutiert werden.

 

 

 

 


jah2018frauenbilderElmar Trenkwalder. Skulpturen

Ausstellung in der Stadtkirche Olten

10. März bis 19. Mai

Vernissage: Samstag, 9. März, 18.30 Uhr

 

Erstmals nutzen wir die Empore der frisch renovierten Oltner Stadtkirche, die sich direkt neben dem Museum befindet, für eine Ausstellung. Der lichtdurchflutete Raum eignet sich in seiner klassizistischen Schlichtheit hervorragend für die Präsentation einer Auswahl von Skulpturen des Österreichers Elmar Trenkwalder (*1959). Von der Malerei herkommend, hat sich der in Innsbruck lebende Künstler ab 1986 der Keramik zugewandt und sich diesem Werkstoff verschrieben. Heute ist sein Schaffen von der Arbeit mit dem Töpferton geprägt. Trenkwalder hat darin eine Freiheit und Virtuosität entwickelt, die ihresgleichen sucht. Dank dem souveränen Umgang mit dem Material und einem additiven Verfahren erreichen seine Skulpturen ungeahnte Dimensionen. Aber auch im kleineren Format beeindrucken die meist symmetrisch aufgebauten Objekte mit einer Überfülle an Details. Die organisch wuchernden Gebilde, in denen sich abstrakte und figurative Formen verbinden, eröffnen mit Anklängen an die üppige Baukunst der Gotik, des Rokoko und des Hinduismus oder mit ornamental eingebundenen Motiven fantastisch-traumhafte Assoziationsräume.

Achtung: Die Ausstellung dauert eine Woche länger als diejenigen im Museum, also bis am 19. Mai (Museumstag)!

 


jah2018ignazepperRendezvous

Kostbarkeiten aus der Sammlung der Stiftung für Kunst des 19. Jhs. und Werke aus der Museumssammlung geben sich ein Stelldichein

2. Juni bis 8. August (Finissage am Donnerstag vor der Oltner Chilbi!)

Vernissage: Samstag, 1. Juni, 18.30 Uhr

 

Die in Olten domizilierte Stiftung für Kunst des 19. Jahrhunderts ist seit ihrer Gründung 1990 eng mit dem Kunstmuseum Olten verbunden. Ihre Sammlung mit Zeichnungen, Druckgraphiken, illustrierten Büchern, Mappenwerken und Gemälden der Romantik findet im Nachlass des liberalen Revoluzzers Martin Disteli (1802–1844), der im Museum lagert, einen komplementären Bezugspunkt. Gemeinsam setzen die sich ergänzenden Bestände auf dem Gebiet von Kunst, Kultur und Geschichte des 19. Jahrhunderts einen Akzent von internationaler Ausstrahlung. Nachdem die ursprünglich im Museum beheimatete Stiftung vor Jahren eigene Wege gegangen ist, wird für die Zukunft wieder eine engere Zusammenarbeit angestrebt. Diesem Wunsch verleihen wir mit einer gemeinsamen Ausstellung Ausdruck. Sie präsentiert Schätze aus Stiftungsbesitz in Kombination mit Werken aus der Museumssammlung in thematischen Konstellationen, die wichtige Diskussionsfelder der Zeit nach 1800 umreissen.

 


jah2018ottomorachDisteli-Dialog V

mit einem Überraschungsgast

2. Juni bis 8. August (Finissage am Donnerstag vor der Oltner Chilbi!)

Vernissage: Samstag, 1. Juni, 18.30 Uhr

 

Martin Disteli (1802–1844) war virtuoser Zeichner, treffsicherer Porträtist, scharfsinniger Karikaturist, phantasievoller Illustrator und aus Not auch Kirchenmaler. Wie kein anderer Künstler seiner Generation stellte er in stürmischen Zeiten des politischen Umbruchs in der Schweiz sein künstlerisches Schaffen wie sein Handeln als Bürger, Politiker, Offizier und Kalendermacher in den Dienst der liberalen Bewegung und der antiklerikalen Agitation. Das Kunstmuseum Olten beherbergt mehr als die Hälfte von Distelis erhaltenem Œuvre, seinen schriftlichen Nachlass sowie viel Material zu Rezeption, Biografie und Zeitgeschichte. Um die Aktualität und Attraktivität seines Schaffens immer wieder neu zu beleuchten und einem breiten Publikum bekannt zu machen, wurde 2012 die lose Ausstellungsreihe «Disteli-Dialog» lanciert. Sie bringt das Werk des Oltner Zeichners aus dem 19. Jahrhundert mit zeitgenössischen Positionen zusammen. Für die fünfte Ausgabe haben wir einen Gast eingeladen, der seine Identität vorerst (noch) nicht verraten möchte. Man darf gespannt sein!

 


jah2019ipfo22. Internationales Fotofestival Olten (IPFO)

28.–31. August 2019 (prov.)

 

Nach dem durchschlagenden Erfolg der ersten Ausgabe des «International Photo Festival Olten» (IPFO), das im Sommer 2017 auf Initiative des Oltner Fotografen Marco Grob und dank dem Engagement vieler Helfer*innen innert kürzester Zeit auf die Beine gestellt werden konnte, wagen sich die Verantwortlichen nun an die zweite Edition, die Ende August 2019 stattfinden soll. Das IPFO ermöglicht ein Eintauchen in die faszinierende Welt der Fotografie. Dabei steht aber nicht – wie sonst meist – das fotografische Werk im Mittelpunkt, sondern der Fotograf oder die Fotografin selbst. Das IPFO schafft die Möglichkeit, die Menschen hinter der Kamera persönlich kennenzulernen, über ihre Tätigkeit und von ihrem Antrieb zu erfahren, und vor allem die packenden Geschichten hinter den Werken zu hören. Das Kunstmuseum ist als Partnerinstitution am Projekt beteiligt.

 


jah2018dienstraumNives Widauer

Sette e mezzo

Kooperation mit dem Centre Culturel Suisse, Paris

8. September bis 17. November

Vernissage: Samstag, 7. September, 18.30 Uhr

 

Die in Wien lebende Basler Künstlerin Nives Widauer (*1965) entwickelt gemeinsam mit dem Kunstmuseum Olten und dem Centre Culturel Suisse (CCS) in Paris auf Anregung der Kuratorin Claire Hoffmann zwei inhaltlich und formal eng verknüpfte Ausstellungen. Als Ausgangspunkt für das zweiteilige Projekt, das in Widauers langjähriger Beschäftigung mit Werkgruppen und Themenkreisen wurzelt, die in inneren Räumen verortet sind, dienen die Räumlichkeiten der beteiligten Institutionen. Sie erlauben der Künstlerin, die lang gehegte Idee einer imaginären «Be-Wohnung» von Kunsträumen in die Tat umzusetzen. Dem Pariser Ausstellungsraum weist das Konzept die Funktion des Vorzimmers zu. Dieses «Antichambre» wird nach dem Ende der gleichnamigen Schau nach Olten transferiert und in Widauers «Appartement» im Kunstmuseum Olten integriert, da die siebeneinhalb Räume in Bezug auf Grösse, Zuschnitt und Charakter sehr unterschiedlich sind. Eingerichtet werden sie mit einer retrospektiven Auswahl von Arbeiten aus den letzten 30 Jahren und neuen, explizit für die Ausstellung geschaffenen Werken.

Hinweis zur Ausstellung in Paris:

Nives Widauer. Antichambre, Centre Culturel Suisse, 18.5.–21.7.2019

 


jah2018ottomorachtessinDas Haus als Spiegel

Werke aus der Sammlung

8. September bis 17. November

Vernissage: Samstag, 7. September, 18.30 Uhr

 

Bezugnehmend auf die Hauptausstellung von Nives Widauer und inspiriert von Jeremias Gotthelfs Diktum «Es ist, ihr möget wollen oder nicht, das Haus der Spiegel eurer selbst», befasst sich die parallel gezeigte Sammlungsausstellung mit den Themen des Wohnens und der Selbstbespiegelung von Künstler*innen im privaten Umfeld.

 


jah2018100jahressg35. Kantonale Jahresausstellung der Solothurner Künstler*innen

organisiert vom Kunstverein Olten

30. November 2019 bis 20. Januar 2020

Vernissage: Freitag, 29. November, 18.30 Uhr

 

Die Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden findet abwechselnd in Olten und Solothurn statt. Dieses Jahr wird sie vom Kunstverein Olten wieder im hiesigen Kunstmuseum ausgerichtet. Sie gibt einen reichhaltigen Einblick in die äusserst lebendige und vielseitige Solothurner Kunstszene. Zahlreiche Veranstaltungen machen sie zudem zur idealen Plattform für den Austausch mit und zwischen den Kunst-schaffenden der Region.

 

 


jah2019christbaumMuseums-Christbaum

30. November 2019 bis 6. Januar 2020

Vernissage: Freitag, 29. November, 18.30 Uhr

 

Im Rahmen der Jahresausstellung beauftragen wir jeweils eine Künstlerin oder einen Künstler mit der Gestaltung unseres Christbaums. Nachdem Bruno Streich 2017 mit seiner konzeptuell angelegten Arbeit «Wunderbaum» die romantische Advents-Ästhetik mit einer speziellen Duftnote unterwandert hatte, sind wir gespannt auf die nächste Auseinandersetzung mit diesem ebenso traditionsgebundenen wie emotional aufgeladenen Objekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

DIENSTRAUM

Die Filiale des Kunstmuseums im Bahnhof Olten

 


jah2019dienstraumAuf dem Perron 7 des Bahnhofs Olten, wo sich der Eingang zum legendären Bahnhofbuffet befindet, wird einem leerstehenden Dienstraum durch Kunst neues Leben eingehaucht. Auf Einladung der SBB bespielt das Kunstmuseum Olten den Glaskubus beim Treppenaufgang seit 2018 mit zeitgenössischer Kunst. Die dort gezeigten, teils explizit für diesen Ort geschaffenen Werke nehmen Bezug auf das besondere Flair des Bahnhofs. Auch die Tatsache, dass die Geschichte Oltens eng mit der Entstehung des Schweizer Eisenbahnnetzes verbunden ist, findet darin Widerhall.

 

Parallel zu den Ausstellungen im Museum werden 2019 im Dienstraum vier Positionen gezeigt:

Karin Lehmann

Sergej Klammer & Sandi Paucic

Fränzi Neuhaus

Chris Hunter

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