bilden. formen. modellieren

Werke aus der Sammlung

 

10. März bis 12. Mai 2019

Vernissage: Sa, 9. März, 18.30 Uhr

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Die thematische Sammlungspräsentation nimmt Bezug auf die Hauptausstellung zum künstlerischen Schaffen der Berner Keramikerin Margrit Linck (1897–1983), gestaltet dafür einen zeitlich und medial erweiterten Echoraum und spiegelt zugleich die historisch-geographisch und institutionell bedingten Besonderheiten der Oltner Sammlungsbestände.

 

Parallel zur Arbeit als erfolgreiche Gebrauchskeramikerin entwickelt Linck ab Mitte der 1940er-Jahre ein freies skulpturales Werk. Das Material, aus dem ihre surreal anmutenden, amorphen Figuren und Formen von abstrakter Körperlichkeit entstehen, ist der Töpferton.

 

In der Sammlung des Kunstmuseums Olten sind Skulpturen aus diesem Werkstoff oder aus verwandten, leicht formbaren Materialien wie Gips oder Klinker, die sich für plastisches Arbeiten eignen, dünn gesät. Anders als bei Linck handelt es sich hier meist um Studien oder Modelle für Kleinplastiken in Bronze oder (Kunst-)Stein, für Kunst-am-Bau-Projekte oder Kunstwerke im öffentlichen Raum. Im Zeichen eines zeitlos harmonischen Menschenbildes dominieren dabei – etwa im Schaffen von Hermann Haller oder Hans von Matt – in sich ruhende (weibliche) Akte und Portraitbüsten. Ansätze einer modernen Formensprache lassen sich im gröberen und abstrahierenden Zugriff auf die Figur bei Johann Jakob Probst und Otto Charles Bänninger erkennen.

 

«Fleur du ciel», die 1961 entstandene filigrane «Raumzeichnung» aus Federstahlband,

Eisenstäben und -Kugeln von Walter Linck, dem Ehemann Margrit Lincks, markiert in der Ausstellung den Auftakt zu einer Gruppe von Werken, die sich ab der Jahrhundertmitte diverser neuer Werkstoffe (Metall, Kunststoff, Karton oder Textilien) bedienen, Fundobjekte integrieren oder auf inhaltlicher Ebene neue Fragestellungen in den Blick nehmen, wie die Entmaterialisierung, die Bewegung oder die Performativität der Plastik. Abgerundet wird die Präsentation von zweidimensionalen Arbeiten, die sich auf unterschiedliche Weise mit der für die Plastik massgebenden Beziehung von Körper und Raum befassen.

 

Mit Werken aus der Sammlung von:

Urs Aeschbach, Joëlle Allet, Otto Charles Bänninger, Mario Bernasconi, Jörg Binz, Walter Bodmer, Urs Borner, Peter Brunner-Brugg, Silvie Defraoui, Urs Eggenschwyler, Gunter Frentzel, Alberto Giacometti, Hermann Haller, Urs Hanselmann, Schang Hutter, Irma Ineichen, Otto Kappeler, Jacques Knecht, Heinz-Peter Kohler, Werner Otto Leuenberger, Walter Linck, Bernhard Luginbühl, Sara Masüger, Hans von Matt, Bruno Meier, Bruno Müller, Lina Müller, Robert Müller, Johann Jakob Probst, Christian Rothacher,Ueli Sager, Matias Spescha, Ludwig Stocker, H. P. Weberhans, Oskar Wiggli u. a.

 

 

ausslgbfm04Hinweis zur Kunst im öffentlichen Raum in Olten

Die Werke im öffentlichen Raum in Olten, zu denen in der Ausstellung Modelle zu sehen sind, können mit Hilfe des neuen Führers «Kunst in Olten. 5 Spaziergänge zu 83 Werke in der Stadt» erkundet werden, den das Museum zusammen mit der Stadt und Olten Tourismus 2018 herausgebracht hat. Er kann am Empfang des Kunstmuseums, in der Stadtkanzlei oder bei Olten Tourismus kostenlos bezogen werden.

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