Netz Werke

Gerastertes und Verwobenes aus der Sammlung

mit einem «Schaufenster» für die JKON-Preisträgerin 2018

 

9. September bis 11. November 2018

Vernissage: Samstag, 8. September, 18.30 Uhr

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In thematischer Anbindung an die Hauptausstellung «Lucie Schenker, Edit Oderbolz, Reto Pulfer: weiche Raster» zeigen wir in der dritten Etage Arbeiten aus der Sammlung, die textile Strukturen und Netz(werk)e prononciert zum Ausdruck bringen – technisch, formal und inhaltlich.

 

Einer Ästhetik des Gewobenen, Geflochtenen und Vernetzten verpflichtet, zeugen sie vom vergangenen und gegenwärtigen Interesse Kunstschaffender an rasterartigen Ordnungen und Strategien des Verwebens. Neben Werken, in denen effektiv Stoffe, Fäden, Drähte o. Ä. verarbeitet werden, sind auch Arbeiten zu sehen, die eine Übertragung von Verfahren aus dem Bereich des textilen Handwerks in andere Techniken erkennen lassen. Linien, Flächen und Realitätsfetzen verbinden sich in Skulpturen, Gemälden, Zeichnungen, Graphiken und Collagen zu Strukturen unterschiedlicher Strenge und Komplexität. Ornamental oder geometrisch, organisch gewachsen oder präzis konstruiert ordnen, trennen und vernetzen sie Formen und Inhalte. Ein Seitenblick gilt zudem dem Textilen als Bildgegenstand.

 

Die Sammlungspräsentation rückt damit die faktische wie metaphorische Vielschichtigkeit textiler Strukturen in den Fokus und gibt Einblick in die Vielfalt an künstlerischen Positionen, die mit den spezifischen Qualitäten des Textilen operieren.

 

Mit Werken von: Alice Bailly, Walter Bodmer, Vreny Brand-Peier, Ernst Buchwalder,

Marianne Büttiker, Silvia Buonvicini, Paul Camenisch, Roman Candio, Bruno Cerf, Angel Duarte, Esther Ernst, André Evrard, Willy Fust, Clare Goodwin, Walter Grab, Fabrice Gygi, Adelheid Hanselmann, Urs Hanselmann, Haus am Gern (Barbara Meyer und Ruedi Steiner), Marguerite Hersberger, Johannes Itten, Emil Jenzer, Daniel Karrer, Daniela Keiser, Heiner Kielholz, Richard Paul Lohse, Jean-Luc Manz, Max Matter, Gaspare O. Melcher, Jos Nünlist, Meret Oppenheim, Marcel Peltier, Petra Petitpierre, Gottfried Roethlisberger, Clemens Roman, Christian Rothacher, Pia Schelbert, Katja Schenker, Heiri Strub, Verena Thürkauf, Christian Vetter, Anna Katharina Wieser, Oscar Wiggli und Werner Witschi

 

Schaufenster für die JKON-Preisträgerin 2018

Im «Schaufenster» für die diesjährige JKON-Preisträgerin zeigt Alizé Rose-May Monod (*1990) das Video «WE TAKE UP SPACE_» von 2017. Im Reenactment einer Videoarbeit von Carole Roussopoulos und Delphine Seyrig, die 1976 Valérie Solanas «S.C.U.M. Manifesto» von 1967 lasen, verwebt Monod mehrere Zeitebenen, Rezeptionsformen und Stränge feministischen Erbes zu einem Manifest sich kreuzender Linien.

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kuratiert von Katja Herlach

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